Carola Schaal, Klarinette

Photos: Thorsten Kollmer

Am Dorfrand aufwachsend und die Natur genießend, entscheidet sich Carola Schaal früh, Musik zu machen: die verschiedenen Laute des angrenzenden Waldes nachzuahmen wird zu einem inneren Bedürfnis. Sie entscheidet sich gegen Gesang und für die Klarinette - „der menschlichen Stimme so nah“, wie W.A. Mozart meint und „ein ideales Instrument, um Vogelstimmen zu imitieren“, so O. Messiaen.

 

Durch die Vielfalt einer Großstadt Hamburg und das Studium an der dortigen Hochschule für Musik und Theater bei Prof. Alexander Bachl blüht Carola Schaal auf. Aufgrund ihres Engagements wird an der Hochschule „Die Geschichte vom Soldaten“ mit Musik von Igor Strawinski szenisch aufgeführt, mit erfolgreichen Wiederaufnahmen in und außerhalb Hamburgs. Ob als Orchester-, Studio- oder Theaterklarinettistin ist sie mittlerweile sehr gefragt.

 

Mehrfach ist sie als Solistin zu hören gewesen, u. a. mit dem 2. Klarinetten-Konzert Es-Dur von C.M. v. Weber,  dem Konzert B-Dur von C. Stamitz, und dem Doppelkonzert für Klarinette und Bratsche von M. Bruch.

 

Als Stipendiatin fährt sie im September 2007 und 2008 zum Festival Opus XXI nach Avignon, Frankreich. Dort entdeckt sie ihre Vorliebe für zeitgenössische Musik und wird von dem dortigen Klarinettendozenten des Conservatoire Supérieur de Lyon Jean-Marc Foltz gefördert und maßgeblich inspiriert. Zudem ist Carola Schaal ein Gründungsmitglied des Ensembles 21, dem zeitgenössischen Ensemble der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, mit dem sie zahlreiche Konzerte und Uraufführungen (u.a. bei der Biennale München) bestreitet.

 

Die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Musik bereichert wiederum ihre Liebe und Verständnis des klassischen und romantischen Repertoires.

Letzte Aktualisierung: 16.07.2009