Konzertkritik am 10.5.2005 in der Hamburger Morgenpost

zum Konzert "Peter und der Wolf" von Sergej Prokoffief mit Walter Plathe als Erzähler am 8.5.2005 in der Laeisz-Halle (Musikhalle Hamburg):

 

»Peter und der Wolf« für Kleine ganz groß

CHR. FORSTHOFF

 

Mutig, mutig: Da probt ein Laienorchester einmal die Woche, mietet sich dann für seinen Aufritt die große Laeiszhalle, bittet noch einen prominenten Schauspieler wie Walter Plathe dazu - und der große Saal ist bis in den zweiten Rang hinein mit kleinen und großen Besuchern gefüllt. Was natürlich für die Musiker spricht, vor allem aber für ihre Programmauswahl: Denn mit Prokofjews "Peter und der Wolf" präsentierten die Jungen Symphoniker Hamburg einen Familienklassiker - und Kinderkonzerte gibt es hier einfach zu wenig.Vor allem solche, die kurz und launig in das Märchen vom kleinen Peter einführen, ihn und seine Freunde samt ihrer Instrumente und Motive vorstellen - und wo sich dann das Orchester voller Elan in die keineswegs einfache Partitur stürzt. Dazu mit Plathe ein Märchenonkel im roten Samtsessel, der dem Vogel einen jiddischen Tonfall gibt und den Großvater mit sächsischem Zungenschlag versieht, Humor mit Freude am Spiel und dem nötigen Ernst verbindet. Und in Rainer Holdoff einen Dirigenten, der seine Musiker nicht nur den bösen Wolf einfangen lässt, sondern auch dramatische Akzente zu setzen weiß. Unbedingt wiederholen - schon allein wegen der vielen glänzenden Kinderaugen.

 

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Letzte Aktualisierung: 19.05.2009